Rotogal
Rotogal für Ihre Branche
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Chemie

Chemisch beständige Behälter für Inertstoffe und Reinsubstanzen.

Chemische Produktions- und Lagerumgebungen verlangen Behälter, die aggressiven Medien standhalten, gleichzeitig dicht bleiben und Rückhaltevolumen für den Ernstfall bieten. Rotogal fertigt geschlossene PE-Bauteile, die REACH-konform sind und sich als Auffangwanne, Transportbehälter oder Prozessvorlage im Chemiebetrieb bewähren.

Kennzahlen
235 L

Rückhaltevolumen Schwerlast-Auffangwanne

WGK 1–3

geeignet für alle Wassergefährdungsklassen

UV-stabil

formulierungen für mehrjährige Außenlagerung

80 °C

Dauereinsatz-Temperatur (Spitzen darüber)

Typische Herausforderungen

Chemisch beständige Behälter für Inertstoffe und Reinsubstanzen.

  • Chemische Beständigkeit

    Säuren, Laugen, Salze und Lösemittel haben unterschiedliche Materialprofile. Polyethylen bietet breite Beständigkeit — wir beraten zur konkreten Medienkombination.

  • Dichtheit und Rückhaltung

    Geschlossene Bauteile ohne Schweißnähte — keine Leckage-Risiken an Verbindungsstellen. Auffangwannen bis 235 Liter Rückhaltevolumen schützen Ihren Boden.

  • UV- und Witterungsbeständigkeit

    Für Außenlager bieten wir UV-stabilisierte Formulierungen, die auch nach Jahren im Freien dimensionsstabil bleiben.

  • Statische Aufladung

    Für entzündliche Medien oder staubige Umgebungen sind antistatische Materialvarianten verfügbar.

So löst Rotogal sie

So löst Rotogal sie

  • Breite Materialauswahl

    PE-HD, LMDPE, XLPE oder HDPE — gezielt abgestimmt auf Medienprofil, Temperaturbereich und Lebensdauer.

  • Auffangwannen bis 235 Liter

    Rotogal Schwerlast-Auffangwannen erfüllen die Anforderungen an Sekundärrückhaltung (AwSV / SPCC-Äquivalent).

  • Dichte, geschlossene Geometrie

    Keine Einbauten, keine Hohlräume — ideal für inerte Chemikalien, Pigmente, Pulver und Reinsubstanzen.

  • Individuelle Lösungen

    Für nicht-standardisierte Behälter, Prozess-Vorlagebehälter oder Dosiersysteme entwickeln wir maßgeschneiderte Geometrien.

  • Lebenszyklus-Kostenrechnung

    PE-Behälter sind 35–55 % günstiger im TCO als Edelstahl — wir rechnen das projektbezogen mit Ihnen durch.

  • Sortenreines Recycling

    Am Lebensende nehmen wir Behälter zurück und führen das Material in Neuproduktion — dokumentierte Kreislaufwirtschaft statt Sonderabfall.

Normen & Regulatorik

Normen & Regulatorik

REACH (EU 1907/2006)

Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe in der EU.

ADR

Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße.

AwSV (DE)

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen — Anforderungen an Sekundärrückhaltung.

DIN EN ISO 22088

Bestimmung des Widerstands gegen Spannungsrissbildung durch Umgebungseinflüsse bei Kunststoffen.

Im Detail

ESCR: Der unterschätzte Killer von Kunststoffbehältern

Environmental Stress Cracking Resistance (ESCR) ist die Fähigkeit eines Kunststoffs, unter gleichzeitiger Einwirkung von mechanischer Spannung und aggressiven Medien rissfrei zu bleiben. Klassisches Versagensbild: Ein PE-Behälter hält Säuren im Lagertest problemlos aus — reißt aber unter Beladungs-Spannungen plus Säurekontakt nach wenigen Monaten. Dieser Effekt wird beim Materialcheck für Standard-Chemikalienbehälter oft übersehen.

Rotogal arbeitet mit kreuzvernetztem Polyethylen (XLPE) und speziell formuliertem HDPE, die nach DIN EN ISO 22088 geprüft sind und ESCR-Werte von typischerweise > 1.000 h erreichen. Für Ihre konkrete Mediums-Kombination prüfen wir in Absprache mit unserem Materiallieferanten, ob eine Standard-Formulierung ausreicht oder eine dedizierte Variante sinnvoller ist — das spart teure Folgeschäden durch Leckagen.

In der Praxis heißt das: Ein Rotogal-Chemiebehälter hält nicht nur statisch gegen das Medium, sondern auch in dynamischen Belastungssituationen mit Vibration, Temperaturzyklen und mechanischer Beanspruchung. Für Außenlager mit Windlast, Stapler-Verkehr und Schwankungen in Tag-Nacht-Temperaturen ist das entscheidend.

AwSV-konforme Sekundärrückhaltung — korrekt dimensioniert

Die deutsche Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) schreibt für Lager- und Abfüllanlagen Rückhalteeinrichtungen vor, die im Leckagefall das austretende Medium sicher auffangen. Die Grundregel: Das Rückhaltevolumen muss mindestens dem Rauminhalt des größten Einzelgebindes entsprechen — bei wassergefährdenden Stoffen der Klasse WGK 3 oft zuzüglich Sicherheitsmarge.

Unsere rotationsgegossene Auffangwanne 1235 × 1035 × 230 mm bietet 235 Liter Rückhaltevolumen — ausreichend für ein 200-l-Standardfass plus 17,5 % Reserve. Die PE-Konstruktion ist chemisch breiter beständig als Stahlwannen mit Epoxidbeschichtung (die an Kanten anfällig sind) und lässt sich leicht reinigen, wenn es doch einmal zum Leckagefall kommt.

Für größere Gebinde oder Mehrfach-Lagerplätze konstruieren wir kundenspezifische Wannen-Geometrien bis zu Paletten-Maß. Auch Doppelwandigkeit, eingeformte Leckageanzeiger und Ablasshähne lassen sich bei Individualprojekten direkt ins Bauteil integrieren — ohne Schweißnähte und damit ohne zusätzliche Dichtigkeits-Risikostellen.

ADR-Transport: Wann Kunststoff-IBC zulässig sind

Das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) regelt den Transport von chemischen Stoffen in nationalem und internationalem Verkehr. Für die Gefahrgutklassen 3 (entzündliche Flüssigkeiten), 6.1 (giftige Stoffe), 8 (ätzende Stoffe) und 9 (verschiedene gefährliche Stoffe) sind Kunststoff-IBC (Intermediate Bulk Container) als 31H1/31H2-zugelassene Bauweise möglich, wenn sie entsprechende Baumusterprüfungen bestanden haben.

Rotogal-Behälter werden standardmäßig als Prozess- und Transportbehälter ohne ADR-Zulassung gefertigt. Für Projekte mit Gefahrguttransport-Anforderung liefern wir auf Anfrage zertifizierte Bauweisen in Kooperation mit akkreditierten Baumuster-Prüfstellen — je nach Medium und Transportweg auf die jeweilige UN-Nummer und Verpackungsgruppe abgestimmt.

Für Inhouse-Transporte auf Werksgelände (außerhalb des ADR-Geltungsbereichs) sind unsere Standardbehälter meist direkt einsetzbar. Das gilt für betriebsinterne Zwischenlagerung, Abfüllung, Dosierung und Probennahme — alles Anwendungen, in denen robuste, chemisch beständige PE-Konstruktionen dem klassischen Edelstahlbehälter deutlich überlegen sind.

Sie brauchen Rotogal wenn …

Sie brauchen Rotogal, wenn …

  • Sie lagern wassergefährdende Stoffe (WGK 1–3) und brauchen nach AwSV dimensionierte Auffangwannen.
  • Ihre Chemikalien kombinieren aggressive Medien mit mechanischer Belastung — ESCR wird zum Thema.
  • Sie benötigen UV-stabile PE-Behälter für jahrelange Außenlagerung ohne Versprödung oder Ausfärbung.
  • Ihre Anwendung erfordert antistatische Materialvarianten für entzündliche oder staubende Medien.
  • Sie planen einen Gefahrguttransport (ADR) und brauchen zertifizierte IBC-Bauweisen (31H1/31H2).
  • Sie suchen eine Alternative zu verschweißten Edelstahl-Wannen mit besserer Chemikalien-Beständigkeit und niedrigerer TCO.
Glossar

Glossar

ESCR
Environmental Stress Cracking Resistance — Beständigkeit gegen Spannungsrissbildung unter gleichzeitiger Medieneinwirkung und mechanischer Belastung. Zentraler Parameter für PE-Behälter in der Chemieindustrie.
WGK (Wassergefährdungsklasse)
Deutsche Einstufung wassergefährdender Stoffe: WGK 1 (schwach), WGK 2 (deutlich), WGK 3 (stark). Bestimmt Anforderungen an Rückhaltesysteme nach AwSV.
IBC (31H1 / 31H2)
Intermediate Bulk Container aus Kunststoff: Baumusterzulassungen 31H1 (starr) und 31H2 (mit Innenbehälter und Außenverstärkung) für den ADR-konformen Gefahrguttransport.
XLPE / LMDPE
Vernetztes Polyethylen (XLPE) und Linear Medium Density Polyethylene (LMDPE). Beide Materialvarianten bieten erhöhte ESCR und mechanische Festigkeit gegenüber Standard-HDPE.
REACH
Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals — EU-Verordnung (EG) 1907/2006. Verpflichtet zur Registrierung aller in Verkehr gebrachten Chemikalien und regelt deren Bewertung.

Häufige Fragen

Welche Chemikalien sind mit Ihren PE-Behältern verträglich?

Polyethylen ist gegen die meisten wässrigen Säuren und Laugen, Salzlösungen, Alkohole und viele organische Lösemittel beständig. Für aromatische Kohlenwasserstoffe, chlorierte Lösemittel oder stark oxidierende Säuren empfehlen wir XLPE oder eine detaillierte Prüfung — wir beraten Sie gerne zur konkreten Medienkombination.

Können die Behälter für Gefahrguttransporte (ADR) eingesetzt werden?

Für ADR-konforme Großpackmittel (IBC) liefern wir auf Anfrage zertifizierte Bauweisen. Standardbehälter sind als Transporteinheit in Kombination mit geeigneter Überverpackung einsetzbar — die konkrete Klassifizierung klären wir projektbezogen.

Wie groß müssen Auffangwannen nach AwSV dimensioniert sein?

In der Regel ist das Volumen des größten Einzelgebindes plus ein Sicherheitszuschlag (meist 10 %) gefordert. Unsere Auffangwanne 1235 × 1035 × 230 mm bietet 235 Liter Rückhaltevolumen — passend für die meisten 200-Liter-Fässer.

Was ist der Unterschied zwischen HDPE und XLPE im Chemieeinsatz?

HDPE (High Density Polyethylene) ist thermoplastisch und damit einfacher zu recyceln. XLPE ist kreuzvernetzt — dadurch temperaturstabiler, ESCR-fester und formstabiler bei Langzeit-Beanspruchung, aber nicht mehr thermisch wiederaufbereitbar. Für aggressive Medienkombinationen empfehlen wir XLPE.

Können wir Behälter mit eingeformten Einfüll- oder Ablassöffnungen bekommen?

Ja. Wir formen Einfüllstutzen, Ablassöffnungen, Überlaufrohre, Sensoraufnahmen und Mannlöcher direkt in das Bauteil — ohne Schweißnähte, ohne zusätzliche Dichtheits-Risikostellen. Typische Anschlussgrößen: DN 50 bis DN 200, andere auf Projektbasis.

Wie verhält sich PE bei UV- und Witterungseinfluss im Außenlager?

Unsere UV-stabilisierten PE-Formulierungen sind für mehrjährigen Außenlagereinsatz qualifiziert. Typische Maßnahmen: Ruß- oder Titandioxid-basierte UV-Blocker, HALS-Stabilisatoren (Hindered Amine Light Stabilizers) und ggf. Pigmentierung. Nach 5 Jahren Freiluft erwarten wir max. 5 % Verlust der Schlagzähigkeit.

Bieten Sie antistatische oder leitfähige Varianten für Ex-Schutz-Zonen?

Ja. Für Ex-Schutz-Zonen (ATEX 137) fertigen wir PE-Varianten mit Ableitwiderstand < 10⁹ Ω. Die Materialwahl stimmen wir auf Zone 1/2 (Gas) oder Zone 21/22 (Staub) ab — mit Zertifikat und passendem Potentialausgleichs-Anschluss auf Wunsch.

Hinweis: Alle Angaben auf dieser Seite – insbesondere Maße, technische Daten, Materialeigenschaften und Einsatzempfehlungen – dienen der allgemeinen Information und sind unverbindlich. Die genauen, auf Ihren Anwendungsfall abgestimmten Spezifikationen klären wir verbindlich im Rahmen von Angebot und Auftragsvergabe.

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