Rotogal
Rotogal im Prozess
Einsatzbereich

Tiefkühl-Intralogistik

Bis −40 °C: Palettenboxen und Paletten, die im Frost zäh bleiben statt zu brechen.

Tiefkühllager sind der härteste Härtetest für Lademittel. Bei −25 °C bis −40 °C werden viele Kunststoffe spröde, Stapelstöße vom Shuttle oder Stapler hinterlassen Mikrorisse, und jede Behälterspur im Hochregallager wird zum Leck. Rotogal-Behälter mit kältezäher HDPE-Compound sind genau dafür ausgelegt: zäh bleiben, nicht brechen, nicht verspröden.

Kennzahlen
−40 °C

Einsatztemperatur bei voller Schlagzähigkeit

1000+

Temperaturwechsel-Zyklen ohne Messgrößen-Verlust

HDPE LDR

Spezial-Compound mit Low-Damage-Rating

Die Ausgangslage

Bis −40 °C: Palettenboxen und Paletten, die im Frost zäh bleiben statt zu brechen.

In tiefkühlintensiven Betrieben (Fisch, Fleisch, Ready-Meal, Eiscreme, Pharma-Wirkstoffe) wechseln Ladeeinheiten täglich zwischen Raumtemperatur, Kühlraum und Tiefkühllager. Die Temperaturschocks allein sind für viele Materialien härter als das Tiefkühlen selbst. Unsere Rezeptur und Produktionsweise sind genau auf diesen Zyklus ausgelegt — mit geprüfter Schlagzähigkeit auch bei −40 °C nach DIN EN 12574.

Ihr Nutzen

  • Zäh bis −40 °C

    Kältezähes HDPE hält Stapel- und Shuttle-Stöße ohne Brüche aus.

  • Form- und maßstabil

    Konturtreue ±1,5 mm auch nach tausenden Temperaturwechseln.

  • AKL- und Shuttle-kompatibel

    Integrierte Einfahr-Nuten, verstärkte Kanten, präzise Bodenstrukturen.

  • Eis- und Reif-resistent

    Glatte Außenflächen lassen Reif schnell abtauen, keine Beeinträchtigung der Kontur.

Hintergrund & Details

Warum Standard-Kunststoff bei −40 °C scheitert

Normale HDPE- oder PP-Rezepturen verlieren ab etwa −20 °C massiv Schlagzähigkeit. Ein Stapelkran-Stoß, der bei Raumtemperatur nur eine Delle hinterlässt, sprengt ab −25 °C Ecken ab. Das ist keine Materialfehler, sondern Physik: Die amorphen Bereiche im Polymer werden starr.

Unsere Compound-Entwicklung arbeitet mit Schlagzähmodifikatoren, die die Bruch-Energie auch bei −40 °C hochhalten. Nach DIN EN 12574 erreichen unsere Tiefkühl-Palettenboxen die geforderten Werte mit Reserve.

AKL und Shuttle: hohe Taktzahlen, kleine Fehler

In automatisierten Kleinteilelagern und Hochregalanlagen mit Shuttle-Systemen werden Palettenboxen in Sekundentakten ein- und ausgelagert. Jede Behälter-Geometrie-Abweichung von 2 mm ist ein potenzieller Fehl-Zyklus. Rotogal-Boxen halten die Kontur auch bei Temperaturschocks auf ±1,5 mm stabil.

Dazu: integrierte Einfahr-Nuten, für Shuttle-Finger optimierte Bodenstrukturen, verstärkte Kantenbereiche an den lastkritischen Stellen.

Häufige Fehler & Lösungen

Häufige Fehler & Lösungen

  • Standard-HDPE bei Tiefkühl

    Ausdrücklich kältezähe Tiefkühl-Rezeptur bestellen — normale Lebensmittel-Compound reicht nicht.

  • Zu abrupter Temperaturwechsel

    Zwischenpuffer bei +2 °C einführen, keine direkten Sprünge von −30 °C auf +20 °C.

  • Eisansammlung in Einfahr-Kufen

    Geschlossene Kufenunterseiten oder Abtropföffnungen spezifizieren.

Häufige Fragen

Halten Ihre Boxen einen Dauerbetrieb bei −40 °C aus?

Ja. Unsere Tiefkühl-Rezeptur hält Schlagzähigkeitswerte auch bei −40 °C dauerhaft. Feldtests über mehr als 10 Jahre bei großen Tiefkühllogistikern bestätigen das.

Gibt es Unterschiede zwischen Tiefkühl- und Standard-Palettenboxen?

Ja. Compound, Wanddicke und Eckenverstärkung unterscheiden sich. Tiefkühl-Varianten sind typischerweise 8–12 % schwerer als Standard.

Können wir Tiefkühl-Boxen auch in wärmeren Umgebungen einsetzen?

Ja. Die Tiefkühl-Rezeptur ist auch bei Raumtemperatur und darüber einsetzbar — einziger Unterschied ist das etwas höhere Gewicht.

Hinweis: Alle Angaben auf dieser Seite – insbesondere Maße, technische Daten, Materialeigenschaften und Einsatzempfehlungen – dienen der allgemeinen Information und sind unverbindlich. Die genauen, auf Ihren Anwendungsfall abgestimmten Spezifikationen klären wir verbindlich im Rahmen von Angebot und Auftragsvergabe.

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